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    Was du über Grüntee wissen musst

    Die Vielfalt der Grüntee-Sorten ist schon fast grenzenlos. Zudem verwirren die unzähligen Grüntee Dos und Don’ts so stark, dass man lieber die Finger lässt vom Grüntee und sich für den unkomplizierten Schwarztee entscheidet. Wir lüften in diesem Beitrag die Geheimnisse und verraten dir, wie du Grüntee richtig zubereitest.

    Der Unterschied von Grün- und Schwarztee

    Sowohl Grün-, Weiss- wie auch Schwarztee stammen von den gleichen beiden Pflanzen. Dabei handelt es sich um die Teepflanze Camellia sinensis bzw. der grösseren Art Camellia assamica.

    Unterschiedlicher Verarbeitungsprozess

    Für den Grüntee werden die Blätter der Teepflanze gedämpft, kurz an der Sonne getrocknet oder in Pfannen über dem Feuer erhitzt. Das Dämpfen ist die schonendste Methode, weil die Fermentation und Oxidation damit vollständig verhindert werden. Das ist wichtig, da so die natürlichen Wirkstoffe vollständig im Tee enthalten bleiben.

    Schwarztee hingegen entsteht, wenn die Oxidation gefördert wird. Die Blätter werden bis zu 3 Stunden feuchter Luft ausgesetzt. Durch die Oxidation entstehen neue Aromastoffe. Je länger der Oxidationsprozess dauert, desto stärker werden die gesunden Inhaltsstoffe umgewandelt und teilweise sogar zerstört.

    Schwarztee als Genussmittel, Grüntee als Heilmittel

    Wegen der unterschiedlichen Verarbeitung sind dunkle, stark oxidierte Schwarztees reine Genusstees. Grüne Tees hingegen sind Heilmittel. Es gibt auch helle, kurz oxidierte Tees wie der «Yellow Tea» oder die Weissen Tees und sind damit eine «gesunde» Variante für Schwarztee-Trinker.

    Aromastoffe

    Heute finden sich immer mehr synthetische Aromen in Lebens- und Genussmitteln. So auch beim Tee. Dabei gibt es einige wichtige Unterschiede: Werden die Tees mit natürlichen Blüten wie Jasmin-Blüten oder Gewürzen angereichert, ist dagegen nichts einzuwenden (sofern für diese Mischungen nicht minderwertige Teequalitäten verwendet werden). Gleiches gilt für die Anreicherung mit ätherischen Ölen (z. B. Earl Grey Tee, Schwarztee parfümiert mit Bergamottöl). Sind Tees mit «Aroma» oder «naturidentischen Aromen» versehen («Mango-, Apfel-, Grapefruittee» etc.), ist Vorsicht geboten: Diese Aromen sind synthetisch und werden rein chemisch hergestellt. So beeinträchtigen sie unser Geschmacksempfinden stark und können Allergien auslösen. Zudem werden für solch aromatisierte Tees meist minderwertige Qualitäten von schwarzem oder grünem Tee verwendet.

    Dos und Don’ts

    Dos

    Verpackung
    Grüner Tee ist sehr luft-, licht- und feuchtigkeitsempfindlich. Daher sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass offener Tee luftdicht und ohne Zwischenlagerung abgepackt wurde. Nur das garantiert eine hohe Qualität der Blätter. Bei allen Tees der Oppliger Tea Selection ist dies der Fall.

    Unsere Grüntees der Oppliger Tea Selection haben alle eine wiederverschliessbare Öffnung!

    Natürlich können Portionenbeutel auch mit hochwertigem Tee gefüllt werden. Allerdings geben viele moderne Teebeutel aus Kunststoff Mikroplastikteile ab. Auch Papierbeutel enthalten Kunststoff, um der Feuchtigkeit standzuhalten, sowie Klebenähte, was ebenfalls Kunststoff ist. Zudem muss für gute Teequalität jeder Beutel einzeln hermetisch abgepackt sein (wie es z. B. beim Hanftee in unserem Sortiment der Fall ist). Das bedeutet jedoch ein Kompromiss: zusätzliche Verpackung.

    Bio-Produktion
    Der Tee soll, wenn immer möglich, aus biologischer Produktion stammen. So wird sichergestellt, dass die Pflanzen nicht mit synthetischen Düngern und Pestiziden behandelt wurden und die Umwelt und die Arbeiter*innen auf den Teeplantagen keinen Schaden nehmen. Natürlich ist es auch für Dich als Teetrinker*in gesünder, biologischen Tee zu trinken. Dies gilt besonders für Matcha, wo das ganze Blatt getrunken bzw. als Pulver mitgebacken wird und so ausgebrachte Pestizide von konventionellem Tee direkt in deinen Körper gelangen.

    Menge
    Optimal sind 2g pro Tasse, das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel. Anhand der Farbe erkennt man, ob die Dosierung stimmt: Schwarztee ist bräunlich bis dunkelbraun, Grüntee schwach gold-grünlich oder gold-gelblich. Von einer schwachen Färbung bei Grüntee solltest du dich nicht täuschen lassen!

    Zubereitung
    Das Wasser zum «Klären» abkochen und danach auf die angegebene Temperatur (je nach Teeart zwischen 70 und 90 °C, auf jedem Grüntee in unserem Sortiment sind die Temperaturen angegeben) abkühlen und im Anschluss den Tee übergiessen. Die Blätter 2 bis max. 3 Minuten ziehen lassen. Grüntee kannst und sollst Du zweimal aufgiessen, da beim zweiten Aufguss weitere Inhaltsstoffe frei werden. Der zweite Aufguss dauert nur eine Minute.

    Don’ts

    Überdosis
    Grüntee nicht überdosieren! Wenn Du zu stark portionierst, wird der Tee geschmacklich ungeniessbar und der Koffeingehalt zu hoch.

    Messgeräte
    Auf Thermometer und Uhr musst du nicht, kannst du aber verzichten. Um es in den Worten des Teephilosophen Peter Oppliger zu sagen: «Gefühl, Freude und Achtsamkeit sind die besseren Voraussetzungen als Laborgeräte».

    Siebeinsatz
    Tee-Eier oder Zangen sind ungeeignet, da die aufquellenden Blätter die Poren verschliessen und die wertvollen Inhaltsstoffe so nicht ins Wasser gelangen. Verwende ein offenes Teesieb (s. Bild)!

    Beim offenen Teesieb verstopfen die Poren nicht.

    Sencha, Bancha, Matcha – was heisst das?

    Du kannst bei allen Grüntees der «Oppliger Tea Selection» nachlesen, zu welcher Gelegenheit der jeweilige Tee am besten passt und warum. Noch mehr Informationen findest Du auf der Webseite von Peter Oppliger.

    Ich hoffe, Dir mit diesen Grüntee Dos und Don’ts ein bisschen Licht in den Nebel der Grüntee-Welt gebracht zu haben! Wenn Du ungeklärte Fragen hast, melde Dich bei uns! Wir stehen in direktem Kontakt zu Peter Oppliger und können mit ihm den Teephilosophen höchst persönlich um Rat fragen.

    mit wärmenden Grüssen, Anita

     

    Quellen

    Oppliger, P. (2010). Grüner Tee. AT Verlag, Aarau und München.
    Oppliger, P. (2018). Teegeschichten. Edizioni Unicorno, Ascona.

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