Wie starte ich mit Minimalismus?
Als Allererstes musst du gewillt und bereit sein, dich mit dir selbst auseinander zu setzen. Sich von Dingen zu trennen, hat zwar eine befreiende Wirkung, kann einem aber unheimlich schwerfallen.
Marie Kondo, die Aufräum-Expertin aus Japan behauptet, dass Ordnung zu halten ganz einfach sei. Sie verspricht ausserdem, dass man sich nicht zuerst überwinden muss, sondern dauerhaft ordentlich lebt, wenn man ihre Regeln des «Magic Cleaning» befolgt. Das klingt schon fast zu schön, um wahr zu sein, nicht? Aber wie funktioniert denn dieses «Magic Cleaning»?
- Verpflichtung
Schritt eins: Aufräumen als wichtigen Teil unseres Alltags zu sehen. Lasse es eine Routine werden.
Hast du gewusst? Es dauert ca. 66 Tage, bis wir eine neue Alltagsroutine etabliert haben. Bei komplexeren Tätigkeiten, zum Beispiel die Veränderung des Lebensstils, soll sogar 90 Tage dauern. Es ist also wichtig, dabei zu bleiben und das Ziel langfristig zu verfolgen. Die gute Nachricht: Wenn du einmal 1-2 Tage aussetzt, hat das kaum Auswirkungen auf deinen Lernprozess.
- Sinnvoll
Die innere Einstellung kann viel mehr bewirken, als du denkst. Entscheidend ist die Sichtweise, wie wir die Dinge sehen. Solange das Aufräumen als Pflicht in unseren Köpfen eingeprägt ist, wird es immer mühsam und lästig sein. So fällt es dir auch viel leichter eine Ausrede zu suchen, wieso du jetzt gerade das oder jenes nicht tun kannst. Was stattdessen tun? Find einen Sinn oder das Positive im Tun.
Nimm wahr, wie du dich in der Unordnung fühlst und lerne den Sinn des Aufräumens kennen. Verbinde das Aufräumen mit etwas Positiven. Höre dabei deine Lieblingsmusik, lass nebenher ein Video deines Lieblingsyoutubers laufen oder spiele einen Podcast ab. So verbindest du das Aufräumen mit etwas Positiven, was dir gefällt und es wird nicht mehr zur unnötigen Belastung.
- Reihenfolge
Marie Kondo folgt hierbei einer strikten Reihenfolge:
Kleider – Bücher – Papiere – Kleinkram – Erinnerungsstücke
Es wird dabei nicht nach Räumen getrennt.
- Kleinkram oder «Komono»
Komono ist alles, was sich nach und nach in unserem Zuhause anhäuft. Es empfiehlt sich, die Wohnung regelmässig Kleinkram auszumisten, um nicht wieder in den Überfluss zu fallen.
- Macht mich dieser Gegenstand glücklich?
Das ist die wichtigste Frage. Nimm dabei jeden Gegenstand in die Hand, betrachte ihn und stell dir diese Frage.
Der Sinn dahinter ist klar: All das, was uns nicht mit Glück erfüllt, wird radikal ausgemistet.
- Fester Platz
Idealfall: Jeder einzelne Gegenstand hat seinen festen Platz in der Wohnung. So weisst du immer, wo die Sachen beim Aufräumen hingehören. Und wenn am Ende noch etwas «Komono» liegen bleibt, landet auch das in einer vorgesehenen Box oder Schublade.
- Kernprinzip
Das Kernprinzip der Marie Kondo Methode ist das Falten der Kleidungsstücke und im besten Fall auch noch das Ordnen nach Farben. Dabei werden die Kleidungspäckchen nicht in aufeinandergelegt, sondern in z.B. einer Schublade stehend aneinandergereiht. Somit hast du den kompletten Überblick über deine Kleidung und vergisst kein Teil mehr. Diese Methode ist auch sehr platzsparend. Natürlich dürfen ausgewählte Kleidungsstücke trotzdem aufgehängt werden.