Kompostpräparate für einen lebendigen Boden

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Lebendiger Boden – Gesunde Reben

Lebendiger Boden ist ein entscheidender Parameter für gesunde Pflanzen. Kompostpräparate, die aus einem vitalen Boden stammen und in den Weinbergen eingesetzt werden, sind Standart auf Demeterbetrieben. Sie verleihen den Reben Kraft und helfen, hochwertige und gesunde Trauben zu produzieren. Der Betrieb Besson-Strasser setzt genau solche Präparate ein.

Eine feierliche Stimmung

Ziemlich genau heute vor einem Jahr, am Sonntag, 5. Mai besuchten wir den Demeter-Bauern und unseren Weinproduzenten Besson-Strasser auf dem Demeter Hofgut von Rheinau. Es war ein sonniger, aber bissig kühler Maisonntag, an dem wir nach Rheinau fuhren, um bei einem aussergewöhnlichen Prozess dabei zu sein: Die Kompostpräparate, die ein halbes Jahr in der Erde begraben waren, sollten ans Tageslicht geholt werden.

Es herrschte eine herzliche Stimmung unter den Bauern und dem Winzer und wir von KernGrün wurden mit offenen Armen empfangen und freuten uns über die grosse Bereitschaft, mit der auf unsere Fragen geantwortet wurde.

Der Kern der Geschichte

Die Kompostpräparate bewirken, dass die Nährstoffe im Boden in eine Ordnung und Struktur gebracht werden und tragen so zum Gleichgewicht des Bodens bei. Damit wirken sie sich indirekt auf das Wachstum und die Qualität der Pflanzen aus.

In der Demeter-Richtlinie sind sechs Düngerzusatzpräparate, alle aus pflanzlicher Herkunft, beschrieben. Einige der biodynamischen Pflanzen-Präparate müssen in einer Hülle aus tierischem Material eine Gärung durchmachen. Diese Präparate aus Schafgarbe, Kamille, Brennnesseln, Eichenrinde, Löwenzahn oder Baldrian unterschützen den Boden in seinem lebendigen Aufbau.

Drei eindrückliche Erlebnisse

Löwenzahn

Zurück auf dem Feld: Die erste und mit grosser Spannung erwartete Station war ein Ort auf dem Feld, wo Löwenzahn in sogenanntem Rindergekröse verpackt, vor dem letzten Winter vergraben wurde. Gekröse? Es handelt sich hierbei um die Bauchfellfalte eines Rindes.

Spatenstiche und schweisstreibende Schaufelminuten später kam das zersetzte Gekröse zum Vorschein. Fast vollkommen vererdet hielt man uns das Material unter die Nasen. Zuerst von der Vorstellung davon, an was wir da gerade rochen, abgeschreckt, wurden wir dann mit einem wunderbaren Duft nach feuchtem Waldboden überrascht! Wie gut und lebendig ein Kompost sein muss, wenn ihm solche Präparate in homöopathischer Dosis zugeführt werden!

Der Löwenzahn spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Kieselsäure und den Wasserstoff, reguliert den Kalium- und Kalkstoffwechsel und schliesslich auch die Stickstoffprozesse. Die Spurenelemente Bor und Selen sowie das Magnesium werden ebenfalls beeinflusst.

Kamille

Die Spannung steigt, der vergrabene Rinderdarm, gefüllt mit Kamille, ist an der Reihe. Als die kreisrunden, fast verrotteten Darmwürste sichtbar werden, erinnert dies uns an eine Tessiner Grill-Salsiccia-Schnecke. Es scheint ein wenig absurd in dieser Situation, doch dieser Anblick lässt uns fast ein wenig das Wasser im Munde verlaufen!

Die Kamille wirkt durch ihren Schwefelgehalt, wirkt sich positiv auf die Kalziumaufnahme aus und vermittelt dem Boden Gesundungskräfte, weil die Kräfte im Innern der Pflanze wirken. Das Präparat reguliert zudem die Stickstoffprozesse, indem Ammoniakverluste verhindert werden. Ein positiver Effekt auch für unsere Atomsphäre, die stark von Ammoniakemissionen belastet ist.

Hornmist 500

Der Höhepunkt des Tages stand zwar noch bevor, doch auch die Hornausgrabung hatte es in sich. Die Hörner, mit dem Kuhmist von biodynamischer Qualität gefüllt, wurden während des Winters fast wie von Geisterhand umgewandelt, und zwar in eine geruchslose Substanz mit feiner, formbarer Struktur. Dieses Präparat soll das Wurzelwachstum anregen und wirkt nachhaltig auf die Bodenfruchtbarkeit.

Eichenrinde 505

Das was wir jetzt erlebten, war das Eindrücklichste an diesem Tag. In einem sumpfigen mit Quellwasser versorgten Loch grub Landwirt Hans Braunwalder die Haustierschädel, gefüllt mit einem Eichenrindenpräparat aus. Das verstoffwechselte, gut riechende Präparat hat eine Beziehung zum wichtigen Kalziumstoffwechsel. Es lindert Pflanzenkrankheiten, die durch zu üppiges Wachstum entstanden. Der äusserst wichtige Phosphorstoffwechsel im Boden wird zudem positiv beeinflusst.

Die Vorfreude auf ein Glas Besson-Strasser

Leicht unterkühlt und hungrig, doch innerlich gefüllt von Eindrücken, die uns bis heute begleiten, machten wir uns auf den Heimweg. Und freuten uns bereits auf einen guten Tropfen Wein, natürlich von unserem Produzenten Besson-Strasser im Zürcherischen Weinland, der eben genau diese Präparate dem Kompost beigibt, mit welchem er seine Reben düngt.

Diesen wundervollen, im Einklang mit der Natur produzierten Wein kannst Du bei uns bestellen oder in einem unserer Workshops geniessen. Wir sind überzeugt, Du wirst die Lebendigkeit in diesen Weinen spüren. Der wahrhaft lebendige Boden in weisser oder roter Farbe im Glas, der Deine Seele berührt.

Fazit

Das entscheidende Erlebnis war der Duft dieser ausgegrabenen Inhalte: der saubere Geruch ähnlich dem von frischer Walderde. Keine störende, stinkend abstossende Duftnoten, wie wenn unbehandelte Gülle ausgebracht wird. Man roch förmlich die Lebendigkeit und wusste, das die Beimpfung des Kompost und das Ausbringen auf den Weinbergböden genau die gewünschte Lebendigkeit und Fütterung der Kleinstlebewesen bewirkt. Die entscheidende Unterstützung der Rebe – sichtbar in der Vitalität, spürbar im Wein.

 

Quellen:

Demeter (2016): Echt stark: die biodynamischen Präparate, URL: https://demeter.ch/wp-content/uploads/2016/08/Die-biodynamischen-Praparate.pdf

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