Das Dilemma der nachhaltigen Verpackungen

Warum haben Bio-Hanfriegel eine verpackung aus aluminium?

Als wir die Riegel zum ersten Mal in den Händen hielten, haben wir schon etwas gestutzt. Warum hat ein so natürliches Produkt eine Verpackung aus Aluminium? Wie lässt sich das vereinbaren? Wir haben beim Produzenten nachgefragt und herausgefunden: Nachhaltigkeit ist ein Kompromiss.

Unser Lebensstil hat sich verändert in den letzten Jahren. Wir sind unterwegs und verpflegen uns auch gerne ausser Haus und das bedeutet leider oft: Verpackte Lebensmittel. Klar, viele von uns bereiten ihre Speisen für unterwegs auch selber zu und verpacken sie in Mehrweg-Geschirr. Aber das ist mit einem gewissen Aufwand verbunden und nicht alle können oder wollen diesen auf sich nehmen. Gerade Outdoor-Sportler schätzen es, einen Riegel einpacken zu können und diesen in der Pause beim Wandern, Langlaufen oder Skitouren als Stärkung zu essen. Zum Glück haben wir auch bei verarbeiteten Fertig-Produkten wie Sportriegeln die Möglichkeit, solche mit Bio-Rohstoffen aus der Schweiz zu kaufen, die dazu auch super gut schmecken und gesund sind (zum Beispiel die Hanfriegel von Alpenpionier). Aber: Bei der Verpackung bedeuten genau diese Qualitäten oft einen Kompromiss.

Zielkonflikt: Nachhaltige Verpackung oder Konservierungsstoffe

Es geht dabei um Folgendes: Hanfriegel enthalten dank den hochwertigen Hanfnüssen viele ungesättigte Fettsäuren. Diese oxidieren, wenn sie in Kontakt mit Sauerstoff kommen und der Riegel wird „ranzig“. Dem könnte man mit Konservierungsstoffen entgegenwirken. Die Bio-Suisse-Verordnung lässt aber nur wenige Konservierungsmethoden zu. Und bei KernGrün achten wir ja gerade darauf, natürliche und ohne künstliche Konservierungsmethoden haltbar gemachte Lebensmittel anzubieten. Damit man also den Prozess der Oxidation verhindert, muss auf eine sauerstoffdichte Verpackung gesetzt werden. Verpackungshersteller versprechen zwar, dass einige Kunststoffverpackungen wie z. B. high-barrier PET  keinen Sauerstoff durchliessen, doch die Praxis zeigt, dass eine Verpackung aus Aluminium nach wie vor die sicherste Variante ist, um ein fettsäurehaltiges Lebensmittel vor Sauerstoff zu schützen.

Alpenpionier setzt auf Bio

Wer also bio-zertifizierte Inhaltsstoffe, keine Konservierungsstoffe, eine lange Haltbarkeit und eine nachhaltige Verpackung für Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Fettsäuren wünscht, sucht die eierlegende Wollmilchsau. Alpenpionier hat sich dafür entschieden, mit bio-zertifizierten Rohstoffen zu arbeiten und keine Konservierungsstoffe einzusetzen. Dafür braucht es bei den Riegeln vorerst noch eine mit Alu beschichtete Folie, um die Haltbarkeit zu garantieren. Das junge Bündner Start-Up ist sich diesem Zielkonflikt bewusst und sie sind deshalb stets auf der Suche nach den ökologischeren Verpackungen für ihre Bio-Produkte, ohne dabei Einbussen bei den anderen Kriterien zu machen.

 

Wir gehen dem Thema der Lebensmittelverpackungen noch etwas mehr nach und setzen das Thema ins Zentrum des nächsten FoodTalks am 8. Februar. Sei dabei und stelle ausgewählten Expert*innen deine Fragen! Hier kannst Du Dich für den Online-Event anmelden.

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