Gesunder Schlaf

Bettwäsche ohne Chemie

von Anita Leuthold

Keine zwei Wochen ist es her, da hat uns eine Kundin von ihrem Hautausschlag erzählt. Vor allem, wenn sie im Bett liegt und ruhig wird, fängt das Jucken an und äussert sich in einem roten Ausschlag auf der Haut. Zudem schwitze sie stark nachts beim Schlafen. Wir haben sie danach gefragt, aus welchen Materialien denn ihre Bettwäsche sei. «Hm, keine Ahnung, irgendwas Feines! Die Bettwäsche habe ich aus einem Haushaltswarengeschäft. Mir hat vor allem das Sujet gefallen, auf das Material habe ich nicht wirklich geachtet…» Unsere innere Alarmglocke hat sofort geläutet, denn vor einiger Zeit haben wir das Thema Chemie & Bettwäsche mit unserer Produzentin Martina von Storyfabrics besprochen. Unserer Kundin haben wir von diesem Gespräch erzählt – und möchten dir die Information nicht vorenthalten. Denn vielleicht kratzt und juckt es dich ja auch oder du fängst an zu schwitzen, wenn du dich abends in deine Bettwäsche kuschelst?

In was kuschle ich mich da eigentlich jeden Abend ein?

Wir verbringen rund einen Drittel unseres Lebens im Bett. Die meisten bekleiden sich zum Schlafen nur leicht – andere schlafen ganz nackt. Das bedeutet: Wir haben unheimlich viel und direkten Kontakt mit unserer Bettwäsche. Da sollte es eigentlich auf der Hand liegen, danach zu fragen: «Aus welchen Materialien ist die Wäsche, die uns so eng am Körper liegt?»

Es gibt nicht «100 % Baumwolle» – Chemie ist immer drin

Wenn es abends juckt und zwickt und du morgens unausgeschlafen bist und dich platt fühlst, kann das an den Chemikalien liegen, die in deiner Bettwäsche stecken. Du denkst jetzt vielleicht «Ja, aber das ist doch nur Baumwolle!» Ja, das stimmt, doch auch Textilien aus natürlichen Materialien werden mit Chemie «ausgerüstet». Ausrüsten heisst, einen Textilstoff so zu veredeln, so dass er eine angenehme Struktur erhält. Ebenfalls zum Ausrüsten gehört die Färbung oder der Prozess, dass der Stoff waschmaschinenfest wird. Für diese Prozesse werden oft bedenkliche Chemikalien verwendet, darunter Formaldehyd oder Schwermetalle wie Arsen oder Quecksilber, vielleicht kennst du das ja aus Berichten über Jeans und T-Shirts! Reste dieser Chemikalien bleiben in den Stoffen enthalten und kommen direkt mit deiner Haut in Kontakt. Und das kann zu Allergien führen. Einige der Chemikalien stehen sogar im Verdacht, krebserregend zu sein. Ziemlich bedenklich, oder?

Hinzu kommt, dass die verwendeten Chemikalien beim Ausrüstungsprozess im Abwasser der Produktion landen und bei unzureichender Filterung in die Umwelt gelangen. Nicht zu vergessen sind auch die Pestizide, welche bei konventioneller Baumwolle bereits im Anbau auf die Pflanze gespritzt werden. Dabei belasten sie die Umwelt und können als Rückstände auf deiner Bettwäsche auch mit deiner Haut in Kontakt kommen. Von den Arbeiterinnen und Arbeitern, welche die Baumwolle ernten, ganz zu schweigen.

Synthetik lässt dich stärker schwitzen

Auch synthetische Stoffe wie Polyester sind in puncto Ausrüstung nicht unbedenklich. Dass sie zudem aus nicht nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, ist das ein weiterer Punkt. Und dass beim Waschvorgang Mikroplastik in die Umwelt gelangt, noch ein weiterer negativer Aspekt. Das gilt auch für Materialien aus recyceltem Kunststoff (z.B. aus PET). Das mag aufs Erste vielversprechend und ökologisch klingen, aber am Ende besteht das Material doch aus Plastik. Damit trägst du Kunststoff auf deiner Haut und Mikroplastik wird beim Waschen ausgewaschen.

Auch in Sachen Schlafqualität lässt Synthetik leider zu wünschen übrig, denn der Stoff ist weniger atmungsfähig als solche aus Naturmaterialien. Wir verlieren durchs Schwitzen bis zu zwei Liter Wasser pro Nacht – und diese Feuchtigkeit muss irgendwo hin. Synthetische Stoffe können diese Feuchtigkeit weniger gut transportieren als natürliche Materialien wie Leine oder Baumwolle.

Mit dieser Bettwäsche schläfst du bedenkenlos

Aber jetzt keine Panik: Es gibt gesunde Alternativen, in die du dich sorglos einkuscheln kannst, ohne zu schwitzen, Allergien zu entwickeln und die sicher nicht krebserregend sind. Und zwar Bettwäsche aus zertifizierter Bio-Baumwolle.

Bio-Baumwolle hat folgende Vorteile:

  • Kein Einsatz chemischer Pestizide und Kunstdünger! Das schont sowohl die Feldarbeiter und -Arbeiterinnen wie auch die Umwelt. Und du hast keine Rückstände in deiner Bettwäsche.
  • Weniger Wasserverbrauch! Eine Studie von Textile Exchange hat gezeigt, dass Bio-Baumwolle 91 % weniger Wasser benötigt. Das hängt u.a. damit zusammen, dass Fruchtfolgen eingehalten werden (verschiedene Kulturen werden nacheinander gepflanzt) und damit der Boden eine höhere Wasserspeicherfähigkeit hat.
  • Kein Einsatz von genmanipuliertem Saatgut! Das hilft den Bauern und Bäuerinnen, da sie Bio-Baumwollpflanzen Samen produzieren, mit denen sie eigene Pflanzen nachziehen können. Sie sind weniger abhängig von Grosskonzernen.

Bei Textilien wichtiger als überall sonst: Labels

Wichtig ist es auch, dass du auf eine Zertifizierung achtest. Denn auch Bio-Baumwolle muss ausgerüstet werden. Doch das Label GOTS (Global Organic Textile Stanard) garantiert dir, dass nur Farbstoffe, Chemikalien oder Hilfsmittel eingesetzt werden, die ökologisch und toxikologisch unbedenklich sind. Zwar ist z. B. die Färbung mit synthetischen Mitteln erlaubt, aber es wird sichergestellt, dass diese nicht ins Grundwasser ausgewaschen werden. GOTS stellt zudem sicher, dass die Textilien während dem Veredelungsprozess (Vorbehandlung, Färben, Endausrüstung) nicht mit konventionellen Produkten gemischt und dadurch kontaminiert werden.

Übrigens, auch bei der Färbung mit natürlichen Farben (z. B. mit Pflanzenextrakten) können Allergien auftreten, wenn du auf eine bestimmte Pflanze allergisch reagierst.

GOTS garantiert des Weiteren auch soziale Mindeststandards. Zusätzliche Labels wie Fairtrade Cotton und die Mitgliedschaft des Produktionsunternehmens bei der Fair Wear Foundation sind weitere Garanten für eine faire Entlöhnung der Arbeiterinnen und Arbeiter.

Gönn dir den besten Schlaf!

Mit der wunderschönen Bettwäsche von Storyfabrics, natürlich 100 % nachhaltig und fair!

  • aus kontrollierter Bio-Baumwolle
  • Faire Bezahlung der Kleinbauern
  • Enge Beziehung zu den Verarbeitungsstätten
  • GOTS- und Fairtrade-zertifiziert

 

 

Das perfekte Schlafklima

Zertifizierte Bettwäsche aus natürlichen Materialien ist also ein Muss. Die Verwendung dieser Bettwäsche lässt dich noch besser schlafen, wenn du auch auf folgende Dinge achtest:

  • Verwende ökologisches und hautverträgliches Waschmittel – konventionelle Waschmittel enthalten oft chemische Weichmacher und optische Aufheller, die Allergien auslösen können.
  • Auch bei der Matratze sowie Duvet und Kissen solltest du auf natürliche, geprüfte Materialien achten. Naturmaterialien sorgen für ausgeglichenes Schlafklima, da sie Feuchtigkeit transportieren. Ein guter Partner für Matratzen und Duvets aus natürlichen Materialien ist Sleep Green.
  • Wenn du zum Schlafen ein Pyjama trägst, achte auch bei diesem auf zertifizierte Bio-Materialien.

Wie du dich bettest, so liegst du

Unsere Recherche und das Gespräch mit unserer Produzentin haben gezeigt: Es ist nicht nur beim Essen und der Kleidung oder bei Hygieneprodukten wichtig auf die Herkunft zu achten, sondern auch bei der Bettwäsche absolut essenziell. Bettwäsche aus Bio-Baumwolle ist frei von schädlichen Chemikalien und verringert damit das Risiko von Allergien. Zudem ist sie atmungsaktiv und lässt dich am Morgen erholt aus dem Bett steigen.

Hier findest du die kerngrüne Bio-Bettwäsche von Storyfabrics!

 

 

Quellen:

 

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