Geheimnisse der Veltliner PIWI-Reben

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Zanolaris Reben im Veltlin

Das Valtellina oder auf Deutsch das Veltlin liegt in der italienischen Provinz Lombardei und grenzt direkt an das Schweizer Puschlav. Für Städter, zumindest von der Schweiz aus gesehen, geht es kaum mehr abgelegener. Und genau an diesem Ort pflegt Marcel Zanolari seine Reben.

Gegen den Pilz – für das Ökosystem 

Immer mehr setzt Zanolari auf sogenannte PIWI-Sorten, was so viel wie «pilzwiderständig» bedeutet. Dieser Pilzwiderstand ist ein wichtiges Merkmal von Rebsorten, wenn ein Winzer den Einsatz von Pflanzenschutzmittel möglichst tief halten oder sogar ganz vermeiden will. Denn die geläufigen Sorten wie Merlot, Riesling oder Cabernet Sauvignon sind krankheitsanfällig und müssen meist mit Spritzmitteln behandelt werden. Je nach Wetterlage öfters; denn feuchte Luft und Regen fördern die Verbreitung von Pilzen. Die PIWI Sorten hingegen sind gegen Pilzbefall wesentlich toleranter und benötigen damit kein oder viel weniger Pflanzenschutzmittel. Dies gibt weniger Belastung auf den Boden (weniger Traktoreinsätze und damit ein geringerer Energieaufwand). Und natürlich werden auch die zahlreichen Nützlinge geschont, welche im Weinberg leben und Teil des funktionierenden Ökosystems sind. 

In der Schweiz (und übrigens auch in Österreich und Deutschland) wird immer mehr mit PIWI Sorten gearbeitet, in grossen Weinbauländern wie Spanien, Italien oder Frankreich hingegen waren diese Sorten lange unbekannt oder sogar verboten.

Tonerde, Öle, Kräuteraufgüsse

Du denkst, im Bio-Rebbau werden sowieso keine Spritzmittel eingesetzt? Doch, einfach keine synthetischen und auch Schwefel- und Kupferlösungen dürfen ausgebracht werden und sind oft wichtig, um gegen Pilzbefall vorzubeugen. In den Rebbergen von Marcel Zanolari wird Kupfer allerdings nur in den schlimmsten Fällen bei den alten Rebsorten eingesetzt, die nicht pilzwiderstandsfähig genug sind. Zanolari verwendet Tonerde, ätherische Öle, biodynamische Präparate und Kräuteraufgüsse um Pilzbefall zu verhindern oder zu stoppen und die Pflanze gleichzeitig zu stärken. Um das natürliche Gleichgewicht zwischen anderen Nützlingen und Schädlingen zu erhalten, werden die umliegenden Hänge brach liegen gelassen und nur einmal im Jahr gemäht. So haben die Tiere genügend Rückzugsmöglichkeiten und genügend Nahrung.

Mit dem Mond

Marcel Zanolaris Reben dürfen ihre natürlichen Kräfte nutzen und werden möglichst wenig in ihrem Wachstum und der Fruchtbildung beeinflusst. Werden neue Reben gepflanzt, wird auf eine gute Wurzelbildung geachtet. Zudem wird nach den Vorgaben des Mondkalenders gepflanzt und gearbeitet, was für Demeter-Anbau typisch ist. Bei alten Rebstöcken werden das Wachstum und der Ertrag gefördert, indem sie regelmässig beschnitten werden – aber nur da, wo es wirklich nötig ist. Denn die Rebe würde natürlicherweise kaum «stramm in der Reihe stehen». Sie möchte sich entfalten, und auch darauf nimmt Marcel Zanolari Rücksicht. Genauso wie mit dem Pflanzen und Bearbeiten geht es Zanolari auch mit den Weinen. Er folgt keinen neuen Trends und Mustern, sondern möchte bewahren, was die Erde hervorbringt. So haben seine Weine einen ursprünglichen Geschmack und sind das echte Produkt natürlicher Arbeit im Einklang mit der Natur.

Möchtest Du mehr zum Weinanbau in Veltlin erfahren? Willst Du kosten, wie sich die natürliche Pflege von Zanolaris Weinen auf den Geschmack der Weine auswirkt? Besuche unseren Workshop am Donnerstag, 9. April 2020 im Gasthaus Sonne in Dielsdorf! Zum Workshop

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