Bio-Merinowolle

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Wer Tiere mag, muss sich Gedanken zur Herkunft der Wolle machen

Seit Jahren trage ich Merinokleidung und bin begeistert davon. Allerdings sind Hochleistungsrassen, Behandlungen mit Insektiziden und Tierleid leider auch in der Merinoindustrie ein Thema. Es gilt, genau hinzuschauen, woher die Wolle kommt und auf Kleidermarken wie ROTAUF zu setzen, die zertifzierte Wolle für ihre Kleidung verwenden.

Ein Argumentarium für Bio-Merinowolle

Vor rund 20 Jahren ist meine Tante nach Neuseeland ausgewandert, wo die Haltung und Zucht der Merinoschafe ein wichtiger Betriebszweig der Landwirtschaft ist. Meine Tante hatte uns Merinokleidung in die Schweiz geschickt und so habe ich die weiche Wolle erstmals in den Händen gehalten. Ich mochte die Kleidung sehr, weil sie sich geschmeidig auf der Haut anfühlt, in der Hitze kühlt und mich in der Kälte warm hält. Und das Beste daran: Merinowolle neutralisiert den Körpergeruch. Schwitzt man die Kleider voll, können sie ausgelüftet werden und sind nach ein paar Stunden fast geruchsfrei. Bis heute trage ich gerne Kleider aus Merinowolle, sowohl beim Sport wie auch im Alltag. Doch mittlerweile weiss ich: Die Merinoindustrie ist alles andere als heilig. Es gibt grosse Missstände in der Tierhaltung und darum ist es wichtig, auch bei der Merinowolle auf «bio» zu achten und sich für Kleiderhersteller zu entscheiden, die ausschliesslich zertifizierte Wolle verwenden. Warum das so ist, erkläre ich Euch auf den nächsten Zeilen.

Schon mal von Mulesing gehört?

Um eine bessere Wollproduktion zu ermöglichen, wurden den Merinoschafen viele Hautfalten angezüchtet. Vor allem in den Falten um den After, wo die Schafe feuchte und verkotete Wolle haben, legen Fliegen ihre Eier ab. Die Larven ernähren sich vom Fleisch der Schafe. Deswegen werden den Lämmern die Hautfalten um den After ohne Betäubung abgeschnitten. Das nennt man Mulesing.

Kontrolliert biologische Tierhaltung

Es reicht aber nicht, auf Hersteller mit «Mulesign-freier Wolle» zu setzen, denn wenn kein Mulesing angewendet wird, muss der Befall durch Fliegen verhindert werden. Dafür werden die Schafe in Insektiziden gebadet. Nur eine kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT) stellt sicher, dass Insektizidbäder verboten sind und auch die Prozedur des Mulesings wegfällt.

Bei der ktB ist es zudem Vorschrift, dass die Schafe im Winter genügend Stroh zum Liegen und ausreichend Platz haben. Das ist wichtig, weil Merinoschafe durchschnittlich alle 10 Monate geschoren werden (die Wollqualität ist dann am besten) und folglich das Scheren teils auch auf die kalten Wintermonate fällt. Die Tiere müssen dann aus Schutz vor der Kälte in den Stall, wo sie in nicht biologischer Tierhaltung oftmals zu wenig Platz haben.

Auch Merinoschafe fressen Kraftfutter

Wie bereits erwähnt, spielt die Züchtung in der Merinoindustrie eine wichtige Rolle. Auch hier gibt es Hochleistungsrassen, die besonders viel Wolle produzieren. Diese Schafe müssen aber, wie auch Hochleistungskühe oder andere Nutztiere, Kraftfutter fressen, um ihr Potenzial zu erfüllen. Das Kraftfutter besteht meist aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Die kontrollierte biologische Tierhaltung setzt auf robuste Rassen, welche kein Kraftfutter benötigen. Auch wenn die Schafe im Winter im Stall gefüttert werden müssen, erhalten sie nur Futter ohne gentechnisch veränderte Pflanzen.

Tiergerechte Alternative: Merinokleidung von ROTAUF

All diese Punkte machen es unheimlich wichtig, beim Einkauf von Merinokleidung auf Herkunft der Wolle bzw. auf die Lieferanten der Hersteller zu achten. Mit ROTAUF haben wir einen Schweizer Textilproduzenten gefunden, der konsequent nur Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung verarbeitet. Es freut uns, Euch mit ROTAUF eine tierfreundliche und dennoch performancestarke Alternative zu üblicher Merinokleidung anbieten zu können.

 

Quellen

 

Verfasst von

Anita Leuthold

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